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NDR Fernsehen Erschienen am: 12.04.2006

Hamburg
Widerstand gegen Abschiebung türkischer Schülerin
Der Widerstand gegen die geplante Abschiebung einer jungen Türkin aus Hamburg wächst. Mitschüler der 13-jährigen Yesim aus der Gesamtschule St. Pauli übergaben am Dienstag im Rathaus eine Unterschriftenliste, in der etwa 450 Schüler um Bleiberecht bitten. Innensenator Udo Nagel (parteilos) ordnete eine genaue Überprüfung der rechtlichen Lage an. Yesims Mutter hatte sich seit fünf Jahren nicht um die Aufenthaltsgenehmigung gekümmert.
Schüler sammeln Unterschriften für Yesim
"Yesim muss bleiben" und "Lasst Yesim in Ruhe" - mit diesen Plakaten erschienen etwa 50 Kinder aus der Gesamtschule St. Pauli vor dem Hamburger Rathaus. Sie übergaben dem Eingabenausschuss die Unterschriftenliste mit der Bitte, den weiteren Verbleib Yesims in Hamburg zu erlauben. "Die Kinder haben sich selbst am Montag spontan zu der Aktion entschlossen", sagte Klassenlehrer Martin Homp.
Lehrer der Gesamtschule betonten, dass das Mädchen sehr wichtig für das soziale Leben in der Schule sei. Jörg-Martin Wagner, Initiator des sozialen Musikprojekts "Jamliner", bei dem die junge Türkin mitmacht, setzte sich für die 13-Jährige ein. Yesim sei Klassensprecherin und rufe zum Beispiel von sich aus bei Mitschülern zu Hause an, wenn sie nicht zur Schule kommen. Zudem war die 13-Jährige erst vor wenigen Tagen von der Handelskammer als Beispiel für mustergültige Integration eingeladen worden.


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